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Umsatzsteuerrechner

Umsatzsteuer berechnen —
netto, brutto, fertig

Betrag eintippen, Land und Mehrwertsteuersatz wählen, Ergebnis ablesen. Für Deutschland, Österreich und die Schweiz — mit den amtlichen Sätzen, mit 0 % für Kleinunternehmer und individueller Satz.

Was möchten Sie berechnen?
Land

Komma oder Punkt als Dezimaltrennzeichen — beides wird erkannt.

Umsatzsteuersatz
Netto
Umsatzsteuer
Brutto

Mehrwertsteuer ausrechnen — Schritt für Schritt

Aus 119 € brutto werden bei 19 % genau 100 € netto und 19 € Umsatzsteuer. So kommen Sie im Rechner dorthin:

  1. Rechenrichtung „Brutto → Netto“ wählen Über dem Betragsfeld steht die Frage „Was möchten Sie berechnen?“. Mit „Brutto → Netto“ wird die Steuer aus dem Betrag herausgerechnet statt aufgeschlagen.
  2. Land wählen Deutschland, Österreich oder die Schweiz. Das Land bestimmt die angebotenen Steuersätze, die Währung und die Bezeichnung der Steuer — in der Schweiz heißt sie Mehrwertsteuer.
  3. Bruttobetrag eintragen Den Betrag inklusive Steuer eintippen, zum Beispiel 119. Komma und Punkt werden beide als Dezimaltrennzeichen erkannt.
  4. Steuersatz wählen In Deutschland 19 % als Regelsatz, 7 % für ermäßigte Umsätze und 0 % für steuerfreie. Für andere Sätze „individuell“ wählen und den eigenen Prozentsatz eintragen.
  5. Ergebnis ablesen Der Rechner zeigt Nettobetrag, Steuerbetrag und Bruttobetrag zugleich. Zur Probe: 119 € ÷ 1,19 = 100 € netto, die Umsatzsteuer beträgt 19 €.

Für die Gegenrichtung dasselbe mit „Netto → Brutto“: Der Rechner schlägt die Steuer dann auf den eingetragenen Betrag auf.

Umsatzsteuer 2026: Wichtige Änderungen im Überblick

Was in Deutschland, Österreich und der Schweiz aktuell gilt — jeweils mit der Fundstelle im Gesetz. Die Angaben wurden gegen den amtlichen Gesetzestext geprüft.

Deutschland

Gastronomie: 7 % auf Speisen, 19 % auf Getränke

gilt seit 1. Januar 2026

Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen unterliegen dem ermäßigten Steuersatz von 7 %. Ausgenommen ist die Abgabe von Getränken — dafür gilt weiterhin der Regelsatz von 19 %. Wer in der Gastronomie abrechnet, muss Speisen und Getränke auf der Rechnung deshalb getrennt ausweisen.

§ 12 Abs. 2 Nr. 15 UStG · Umsatzsteuergesetz, § 12 (gesetze-im-internet.de)

Kleinunternehmer: 25.000 € und 100.000 €

Als Kleinunternehmer gilt, wer im vorangegangenen Kalenderjahr nicht mehr als 25.000 € Umsatz hatte und im laufenden Jahr 100.000 € nicht überschreitet. Wird die Grenze von 100.000 € unterjährig gerissen, endet die Befreiung sofort — ab diesem Umsatz ist Umsatzsteuer auszuweisen.

§ 19 UStG · Umsatzsteuergesetz, § 19 (gesetze-im-internet.de)

Photovoltaik: Nullsteuersatz

Für die Lieferung und Installation von Solarmodulen samt Speicher gilt ein Steuersatz von 0 %, wenn die Anlage auf oder in der Nähe von Wohngebäuden oder öffentlichen Gebäuden betrieben wird. Anders als bei einer Steuerbefreiung bleibt der Vorsteuerabzug des Lieferanten erhalten.

§ 12 Abs. 3 UStG · Umsatzsteuergesetz, § 12 (gesetze-im-internet.de)

Österreich

Kleinunternehmergrenze: 55.000 €

In Österreich sind Umsätze von Kleinunternehmern steuerfrei, solange sie 55.000 € nicht übersteigen — im vorangegangenen Kalenderjahr nicht und im laufenden Jahr noch nicht. Die Regelung gilt auch für Unternehmen, die von einem anderen Mitgliedstaat aus tätig sind.

§ 6 Abs. 1 Z 27 UStG 1994 · Umsatzsteuergesetz 1994, § 6 (RIS, Bundeskanzleramt)

Schweiz

Mehrwertsteuersätze: 8,1 %, 3,8 % und 2,6 %

gilt seit 1. Januar 2024

Die Schweiz erhebt einen Normalsatz von 8,1 %, einen Sondersatz für Beherbergung von 3,8 % und einen reduzierten Satz von 2,6 % — Letzterer unter anderem auf Lebensmitteln, Medikamenten, Büchern und Zeitungen. Abgerechnet wird in Franken.

Art. 25 MWSTG · Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV

Die Zusammenstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzt keine steuerliche Beratung. Maßgeblich ist allein der jeweils geltende Gesetzestext.

Nächste Frist der Umsatzsteuer

Wann die Voranmeldung fällig ist, hängt am Zeitraum — Monat oder Quartal — und daran, ob eine Dauerfristverlängerung vorliegt. Die Termine sind aus dem Gesetz gerechnet, Wochenenden und bundesweite Feiertage eingerechnet.

Monatszahler

über 9.000 € Steuer im Vorjahr

August 2026

10.09.2026 Do

Mit Dauerfristverlängerung: 12.10.2026

Quartalszahler

Regelfall bis 9.000 € Steuer im Vorjahr

III. Quartal 2026

12.10.2026 Mo

Gesetzlich der 10.10.2026 — ein Samstag, deshalb der nächste Werktag.

Mit Dauerfristverlängerung: 10.11.2026

Als Nächstes außerdem: Sondervorauszahlung anmelden und zahlen für 2027 am 10.02.2027 § 47 UStDV · § 48 UStDV

Die Regeln dahinter, mit Fundstelle
Zehnter Tag nach dem Zeitraum · § 18 Abs. 1 UStG
Die Voranmeldung ist bis zum zehnten Tag nach Ablauf des Voranmeldungszeitraums zu übermitteln. Am selben Tag ist die Vorauszahlung fällig — Abgabe und Zahlung fallen zusammen. Umsatzsteuergesetz, § 18
Monat oder Quartal · § 18 Abs. 2 UStG
Voranmeldungszeitraum ist das Kalendervierteljahr. Wer im Vorjahr mehr als 9.000 € Umsatzsteuer zu zahlen hatte, meldet monatlich. Bis 2.000 € kann das Finanzamt ganz von der Voranmeldung befreien. Im Jahr der Gründung und im Folgejahr gilt der Kalendermonat. Umsatzsteuergesetz, § 18
Dauerfristverlängerung · § 46 UStDV
Auf Antrag verlängert das Finanzamt die Frist um einen Monat — für Abgabe und Zahlung gleichermaßen. Der Zeitraum selbst bleibt unverändert. Umsatzsteuer-Durchführungsverordnung, § 46
Sondervorauszahlung · § 47 UStDV
Monatszahler bekommen die Dauerfristverlängerung nur gegen eine Sondervorauszahlung von einem Elftel der Vorauszahlungen des Vorjahres. Sie wird bei der Voranmeldung für Dezember wieder angerechnet. Umsatzsteuer-Durchführungsverordnung, § 47
Zusammenfassende Meldung · § 18a Abs. 1 UStG
Wer innergemeinschaftlich liefert, meldet bis zum 25. Tag nach Ablauf des Monats an das Bundeszentralamt für Steuern. Bleiben die Lieferungen unter 50.000 € im Quartal, genügt die Meldung je Quartal. Umsatzsteuergesetz, § 18a
Jahreserklärung · § 18 Abs. 3 UStG · § 149 Abs. 2 AO
Die Umsatzsteuererklärung für das Kalenderjahr ist sieben Monate nach dessen Ablauf abzugeben, also bis zum 31. Juli des Folgejahres. Mit steuerlicher Beratung verlängert sich die Frist bis Ende Februar des zweiten Folgejahres. Abgabenordnung, § 149
Wochenende und Feiertage · § 108 Abs. 3 AO
Fällt das Ende einer Frist auf einen Samstag, Sonntag oder gesetzlichen Feiertag, endet sie mit Ablauf des nächsten Werktags. Der Kalender rechnet diese Verschiebung mit. Abgabenordnung, § 108

Berücksichtigt sind Samstage, Sonntage und die neun bundesweiten Feiertage (§ 108 Abs. 3 AO). Landesfeiertage wie Fronleichnam oder Buß- und Bettag sind nicht eingerechnet — wo sie gelten, kann sich eine Frist um einen weiteren Tag verschieben. Der Kalender nennt dann den früheren Termin. Ohne Gewähr und ohne steuerliche Beratung; maßgeblich sind die Angaben des Finanzamts.

Regeln gegen den Gesetzestext geprüft, Stand . Automatische Kontrolle über npm run check:quellen.

Wissenswertes zur Umsatzsteuer

Die beiden Formeln

  • Netto → Brutto
    Brutto = Netto × (1 + Steuersatz)
    100 € × 1,19 = 119 €
  • Brutto → Netto
    Netto = Brutto ÷ (1 + Steuersatz)
    119 € ÷ 1,19 = 100 €
  • Steuerbetrag
    Umsatzsteuer = Brutto − Netto

Der häufigste Denkfehler

Von einem Bruttobetrag 19 % abzuziehen führt zum falschen Ergebnis. Aus 119 € werden so 96,39 € statt der richtigen 100 €. Grund: Die 19 % beziehen sich immer auf den Nettobetrag. Aus dem Brutto wird die Steuer deshalb herausgeteilt, nicht abgezogen.

Merkhilfe: Der Steueranteil im Bruttobetrag beträgt bei 19 % rund 15,97 % und bei 7 % rund 6,54 %.

Rundung

Der Rechner arbeitet intern mit ungerundeten Werten und rundet erst die Ausgabe kaufmännisch auf zwei Nachkommastellen. Netto und Steuerbetrag ergeben deshalb immer exakt den Bruttobetrag — auf Rechnungen entstehen sonst Ein-Cent-Differenzen.

Steuersätze in DE, AT und CH

Land Regelsatz Ermäßigt Währung
Deutschland 19 % 7 % Euro
Österreich 20 % 13 % · 10 % Euro
Schweiz 8,1 % 3,8 % · 2,6 % Franken

Die Schweizer Sätze gelten seit dem 1. Januar 2024. In der Schweiz heißt die Steuer Mehrwertsteuer (MWST), in Deutschland und Österreich amtlich Umsatzsteuer.

Wo 0 % gilt

Ohne Umsatzsteuer rechnen unter anderem Kleinunternehmer nach § 19 UStG. Auch bei innergemeinschaftlichen Lieferungen und beim Reverse-Charge-Verfahren wird keine deutsche Umsatzsteuer ausgewiesen — dort geht die Steuerschuld auf den Empfänger über. Diese Fälle brauchen einen Hinweis auf der Rechnung.

Mehrwertsteuersätze in der EU

Die Regelsätze aller 27 Mitgliedstaaten im Vergleich. Der Durchschnitt liegt bei 21,9 %. Am höchsten ist er in Ungarn mit 27 %, am niedrigsten in Luxemburg mit 17 %.

Regelsatz der Mehrwertsteuer je EU-Mitgliedstaat, absteigend sortiert
Mitgliedstaat Regelsatz
Ungarn
27 %
Finnland
25,5 %
Dänemark
25 %
Kroatien
25 %
Schweden
25 %
Estland
24 %
Griechenland
24 %
Irland
23 %
Polen
23 %
Portugal
23 %
Slowakei
23 %
Italien
22 %
Slowenien
22 %
Belgien
21 %
Lettland
21 %
Litauen
21 %
Niederlande
21 %
Rumänien
21 %
Spanien
21 %
Tschechien
21 %
Bulgarien
20 %
Frankreich
20 %
Österreich
20 %
Deutschland
19 %
Zypern
19 %
Malta
18 %
Luxemburg
17 %
Alle Sätze im Detail, auch die ermäßigten
Mitgliedstaat Regelsatz Ermäßigte Sätze
Ungarn 27 % 5 % · 18 %
Finnland 25,5 % 10 % · 13,5 %
Dänemark 25 %
Kroatien 25 % 5 % · 13 %
Schweden 25 % 6 % · 12 %
Estland 24 % 9 % · 13 %
Griechenland 24 % 4 % · 6 % · 13 % · 17 %
Irland 23 % 9 % · 13,5 %
Polen 23 % 5 % · 8 %
Portugal 23 % 6 % · 13 % · 16 % · 22 %
Slowakei 23 % 5 % · 19 %
Italien 22 % 4 % · 5 % · 10 %
Slowenien 22 % 5 % · 9,5 %
Belgien 21 % 6 % · 12 %
Lettland 21 % 5 % · 12 %
Litauen 21 % 5 % · 12 %
Niederlande 21 % 9 %
Rumänien 21 % 11 %
Spanien 21 % 4 % · 10 %
Tschechien 21 % 12 %
Bulgarien 20 % 9 %
Frankreich 20 % 0,9 % · 1,05 % · 2,1 % · 5,5 % · 8,5 % · 10 % · 13 %
Österreich 20 % 4,9 % · 10 % · 13 % · 19 %
Deutschland 19 % 7 %
Zypern 19 % 3 % · 5 % · 9 %
Malta 18 % 5 % · 7 %
Luxemburg 17 % 3 % · 8 % · 14 %

Aufgeführt sind ermäßigte und stark ermäßigte Sätze einschließlich regionaler Sonderregelungen — deshalb zeigen manche Länder mehr Sätze, als im Alltag gebräuchlich sind. Nicht aufgeführt sind Parking-Sätze und Steuerbefreiungen.

Quelle: Europäische Kommission, Taxes in Europe Database (TEDB). Stand der Sätze: 1. Juli 2026, abgerufen am 17. August 2026. Die Angaben in der Datenbank stammen von den Finanzministerien der Mitgliedstaaten.

Häufige Fragen zur Umsatzsteuer

Warum sind in 100 € brutto nicht 19 € Umsatzsteuer enthalten?

Weil sich die 19 % auf den Nettobetrag beziehen, nicht auf den Bruttobetrag. Bei 100 € brutto sind 84,03 € netto und 15,97 € Umsatzsteuer enthalten: 84,03 € × 1,19 ergibt wieder 100 €. Wer aus einem Bruttobetrag die Steuer herausrechnen will, teilt durch 1,19 statt 19 % abzuziehen.

Wann gilt 7 % und wann 19 % Umsatzsteuer?

Der Regelsatz beträgt 19 % und gilt für die meisten Lieferungen und Leistungen. Der ermäßigte Satz von 7 % gilt unter anderem für Grundnahrungsmittel, Bücher und Zeitschriften, den Personennahverkehr und kulturelle Veranstaltungen. Welcher Satz im Einzelfall gilt, regelt § 12 UStG mit der Anlage 2.

Wie rechne ich brutto in netto um?

Den Bruttobetrag durch 1 plus Steuersatz teilen. Bei 19 % also durch 1,19, bei 7 % durch 1,07. Die Differenz zwischen Brutto und Netto ist der Umsatzsteuerbetrag.

Ist Umsatzsteuer dasselbe wie Mehrwertsteuer?

Umgangssprachlich ja. Das Gesetz kennt nur den Begriff Umsatzsteuer; Mehrwertsteuer ist die im Alltag und auf Kassenbons übliche Bezeichnung für dieselbe Steuer. Auf Rechnungen ist die Bezeichnung Umsatzsteuer korrekt.

Welche Steuersätze gelten in Österreich und der Schweiz?

In Österreich beträgt der Normalsteuersatz 20 %, daneben gibt es ermäßigte Sätze von 13 % und 10 %. Die Schweiz rechnet seit dem 1. Januar 2024 mit einem Normalsatz von 8,1 %, einem Sondersatz für Beherbergung von 3,8 % und einem reduzierten Satz von 2,6 %. In der Schweiz heißt die Steuer Mehrwertsteuer (MWST) und wird in Franken abgerechnet.

Für wen gilt die Kleinunternehmerregelung?

In Deutschland gilt als Kleinunternehmer, wer im vorangegangenen Kalenderjahr nicht mehr als 25.000 € Umsatz hatte und im laufenden Jahr 100.000 € nicht überschreitet (§ 19 UStG). Wird die Grenze von 100.000 € unterjährig gerissen, endet die Befreiung sofort — ab diesem Umsatz ist Umsatzsteuer auszuweisen. In Österreich liegt die Grenze bei 55.000 € (§ 6 Abs. 1 Z 27 UStG 1994).

Was gilt für Kleinunternehmer nach § 19 UStG?

Kleinunternehmer weisen keine Umsatzsteuer aus und stellen mit 0 % aus. Dafür dürfen sie auch keine Vorsteuer abziehen. Auf der Rechnung gehört ein Hinweis auf die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG. Im Rechner entspricht das dem Steuersatz 0 %.

Alle Angaben ohne Gewähr und ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Der Rechner ersetzt keine steuerliche Beratung — bei Zweifelsfällen hilft die Steuerberatung oder das Finanzamt weiter.

Zuletzt aktualisiert am

Glossar: Begriffe der Umsatzsteuer

Kurze Definitionen der Begriffe, die in Bescheiden, Rechnungen und Formularen vorkommen — je mit der Fundstelle im Gesetz.

Vorsteuer § 15 UStG

Die Umsatzsteuer, die ein Unternehmen selbst beim Einkauf bezahlt hat. Sie ist für das Unternehmen kein Kostenfaktor, sondern ein Anspruch gegen das Finanzamt — dieselbe Steuer heißt beim Verkäufer Umsatzsteuer und beim Käufer Vorsteuer.

Vorsteuerabzug § 15 Abs. 1 UStG

Das Recht, die gezahlte Vorsteuer von der eigenen Umsatzsteuerschuld abzuziehen. Voraussetzung ist eine Rechnung mit allen Pflichtangaben; fehlt eine davon, kann das Finanzamt den Abzug versagen, bis eine berichtigte Rechnung vorliegt. mehr dazu

Bemessungsgrundlage § 10 UStG

Der Betrag, auf den der Steuersatz angewendet wird — das Entgelt ohne Umsatzsteuer, also der Nettobetrag. Rabatte und Skonti mindern sie, durchlaufende Posten gehören nicht hinein.

Regelsteuersatz § 12 Abs. 1 UStG

Der Steuersatz, der gilt, wenn keine Ausnahme greift. In Deutschland sind das 19 %. Jede Abweichung nach unten muss im Gesetz ausdrücklich benannt sein.

Ermäßigter Steuersatz § 12 Abs. 2 UStG

Ein niedrigerer Satz für abschließend aufgezählte Umsätze — Lebensmittel, Bücher, Personennahverkehr und weitere. Die Liste in der Anlage 2 zum Gesetz entscheidet, nicht die Einschätzung, was lebensnotwendig ist.

Nullsteuersatz § 12 Abs. 3 UStG

Ein Steuersatz von 0 %, nicht zu verwechseln mit einer Steuerbefreiung: Beim Nullsteuersatz bleibt der Vorsteuerabzug erhalten, bei einer Befreiung nach § 4 UStG entfällt er meist. Bekanntestes Beispiel ist die Photovoltaikanlage auf dem Wohngebäude.

Steuerbefreiung § 4 UStG

Umsätze, auf die keine Umsatzsteuer entfällt — etwa ärztliche Leistungen, Vermietung von Wohnraum oder Finanzdienstleistungen. Der Preis dieser Befreiung ist in der Regel der Verlust des Vorsteuerabzugs für die damit zusammenhängenden Eingangsleistungen.

Reverse-Charge § 13b UStG

Umkehr der Steuerschuldnerschaft: Nicht der leistende Unternehmer schuldet die Steuer, sondern der Empfänger. Die Rechnung wird ohne Steuer ausgestellt und trägt stattdessen einen Hinweis darauf. Häufig bei Leistungen aus dem Ausland und bei Bauleistungen. mehr dazu

Innergemeinschaftliche Lieferung § 6a UStG

Warenlieferung an ein Unternehmen in einem anderen EU-Staat. Sie ist steuerfrei, verlangt aber die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des Empfängers, einen Belegnachweis und die Meldung in der Zusammenfassenden Meldung.

Umsatzsteuer-Identifikationsnummer § 27a UStG

Eine eigene Nummer für den EU-Warenverkehr, erkennbar am Länderkürzel — in Deutschland „DE" und neun Ziffern. Sie ist nicht dasselbe wie die Steuernummer und wird kostenlos beim Bundeszentralamt für Steuern vergeben. mehr dazu

One-Stop-Shop (OSS) § 18j UStG

Verfahren, mit dem sich Verkäufe an Privatkunden in anderen EU-Staaten zentral beim Bundeszentralamt für Steuern melden lassen, statt sich in jedem Land einzeln registrieren zu müssen. Gemeldet wird vierteljährlich.

Umsatzsteuer-Voranmeldung § 18 Abs. 1 UStG

Die unterjährige Meldung der eigenen Umsatzsteuer an das Finanzamt, monatlich oder vierteljährlich. Sie ist zugleich Anmeldung und Selbstberechnung: Der angemeldete Betrag ist am selben Tag fällig, an dem die Meldung abzugeben ist. mehr dazu

Dauerfristverlängerung §§ 46, 47 UStDV

Ein Monat mehr Zeit für Voranmeldung und Zahlung, auf Antrag. Monatszahler bekommen sie nur gegen eine Sondervorauszahlung, die im Dezember wieder angerechnet wird. mehr dazu

Sollversteuerung § 16 Abs. 1 UStG

Der Regelfall: Die Steuer entsteht, sobald die Leistung ausgeführt ist — unabhängig davon, ob der Kunde schon bezahlt hat. Bei langen Zahlungszielen wird die Steuer damit vorfinanziert.

Istversteuerung § 20 UStG

Besteuerung nach vereinnahmten Entgelten: Die Steuer entsteht erst mit der Zahlung. Sie muss beim Finanzamt beantragt werden und steht nur bestimmten Unternehmen offen, etwa unterhalb einer Umsatzgrenze oder bei Freiberuflern.

Kleinbetragsrechnung § 33 UStDV

Rechnung über einen kleinen Gesamtbetrag, für die weniger Pflichtangaben gelten: Empfänger, fortlaufende Nummer und getrennter Steuerausweis dürfen fehlen, Steuersatz und Bruttobetrag genügen. mehr dazu

Unrichtiger Steuerausweis § 14c UStG

Wer Umsatzsteuer auf einer Rechnung ausweist, ohne sie zu schulden, muss sie trotzdem abführen. Für Kleinunternehmer ist das die teuerste Falle des Umsatzsteuerrechts — der Kunde zieht die Vorsteuer, der Aussteller zahlt. mehr dazu

Rechner einbetten

Der Rechner darf kostenlos auf anderen Seiten eingebunden werden — auf Vereins-, Blog- oder Unternehmensseiten. Bedingung ist allein der Hinweislink, der im Schnipsel schon enthalten ist. Es werden keine Cookies gesetzt und keine Nutzerdaten erhoben; die Berechnung läuft im Browser des Besuchers.

Die Höhe ist auf schmale Schirme ausgelegt. Auf breiten Seiten bleibt darunter etwas Luft — dann genügt ein kleinerer Wert im height-Attribut.

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